Posaunenchor Meinhardswinden

Seit 1925 aktiv im Dienst der Christuskirche Meinhardswinden

 

Musikalische Leitung: Werner Gehring, Meinhardswinden

Wir wirken bei der Gestaltung von Gottesdiensten in unserer Gemeinde mit, aber auch bei vielen anderen kirchlichen sowie weltlichen Anlässen.

Insgesamt haben wir etwa 25 Auftritte im Jahr.

Das Repertoire umfasst neben „klassischer“ Posaunenchorliteratur auch moderne Kompositionen sowie Bearbeitungen von Pop- und Rockstücken.

 

Zu unserem Übungsabend jeden Montag von 19.30 bis 21.00 Uhr im  Gemeindehaus Meinhardswinden - Ansbach sind neue Mitglieder und Gäste herzlich willkommen.

 

Informationen und Kontakt über das Gemeindebüro Christiane Herrmann

 

Die nächsten Termine

 

2018

   
     

 

Termine:

 

So. 17.11.  09:30 Uhr Volkstrauertag GoDi (Treffpunkt 9:00 Uhr)

So. 1711.   10:45 Uhr Gedenkfeier am Ehrendenkmal Bhw

Do. 21.11.  19:30 Uhr Bibelabend (Treffpunkt 19:00 Uhr)

So. 01.12.  09:30 Uhr 1. Advent GoDi (Treffpunkt 9:00 Uhr)

Sa. 07.12.  16:30 Uhr Eröffnung Weihnachtsmarkt Bhw

So. 08.12.   15:30 Uhr Standkonzert Weihnachtsmarkt Bhw

Sa. 21.12.  17:00 Uhr Andacht zum runden Geburtstag Andreas

Di. 24.12.  18:30 Uhr Heiliger Abend GoDi (Treffpunkt 18:00 Uhr)

Mi. 25.12.  09:30 Uhr Erster Weihnachtstag GoDi (Treffpunkt 9:00 Uhr)

 

90 Jahre Posaunenchor Christuskirche Meinhardswinden

 

Erinnerung an die Anfänge des Meinhardswindener Posaunenchores

 

 „Mache dir zwei Trompeten von getriebenen Silber und gebrauche sie, um die Gemeinde zusammenzurufen“. So lautet der Auftrag Gottes an seinen Knecht Mose (4. Mose 10). Immer wieder begegnet uns der Ruf der Trompeten und Posaunen durch die Bibel bis hin zu der letzten Posaune in der Offenbarung. Der geistliche Auftrag der Posaunenchöre wird mit einem Satz nach Psalm 150 „Lobet IHN mit Posaunen“ beschrieben. „Musizieren zum Lobe Gottes und den Menschen zur Freude.“ Dieser Leitgedanke dient bis heute den Posaunenchören als Grundlage der Bläserarbeit.

 

1925 gründeten einige junge Männer der Landeskirchlichen Gemeinschaft Ansbach unseren Posaunenchor. Johann Hufnagel aus Bernhardswinden übernahm die Leitung. Sie spielten in den Gemeinschaftsstunden, Gartenfesten und weiteren Veranstaltungen. Die Chronik berichtete: „So wurden wir auf unsere eigenen Füße gestellt, aber der Herr gab seinen Segen zu unserem geringen Können! Dieser Segen wurde in den folgenden Jahren in weiteren Bläsern sichtbar“.

1926 wurde ein Bombardon (Tiefpass) für 232,- Mark gekauft. Er existiert heute noch. Geprobt wurde abwechselnd in privaten Wohnstuben. Obwohl das Einzugsgebiet der Bläser war größer, als die heutige Gemeinde, wurde alles mit dem Rad gefahren oder gelaufen. 1934 schloss sich der Chor dem Bayerischen Posaunenchorverband an.

 

Infolge des 2. Weltkrieges endete der Spielbetrieb. Der Schluss der Aufzeichnungen von 1936 lautete: „Trotz alledem aber dürfen wir doch mit Lob und Dank gegen Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus diesen Abschnitt in unserem Leben beschließen, denn unser Beisammensein hat sehr viel dazu beigetragen, dass wir gewachsen sind am innwendigen Menschen und fast noch alle in der Nachfolge des Herrn stehen. Zu dieser Zeit möge ER uns neu beleben zu freudigem Dienst und uns Gnade schenken, dass keiner dahinten bleiben muss, wenn ER die letzte Posaune blasen lässt“. Fast alle Bläser wurden zum Kriegsdienst eingezogen.

 

Erst 1946 lernte Johann Geißelbrecht aus Höfstetten 4 jungen Burschen wieder das Blasen und gründete erneut den Posaunenchor. Darunter war auch Andreas Hufnagel. Auch einige alte Bläser kamen aus der Kriegsgefangenschaft zurück und bliesen wieder mit. Kurz nachdem 1948 Johann Hufnagel aus der Gefangenschaft heimgekehrt war übernahm er wieder die Leitung des Chores.

Anfangs gab es kaum Notenständer, so war es für junge Buben Ehrensache wenn sie das Notenbuch halten durften. Der wirtschaftliche Aufschwung machte dann aber diesen Dienst bald unnötig.

1948 stand der Chor auf dem Schloßplatz in Ansbach beim ersten Landesposaunentag nach dem Krieg.

 

1953 wurde in Meinhardswinden die Christuskirche gebaut. 1957 wechselte der Chor zur Kirchengemeinde der Christuskirche. Aufgrund der Größe des Chores wurden die Übungsstunden von den Wohnstuben jetzt in den Gemeinderaum im Keller der Kirche verlegt. In dieser Zeit übergaben auch etliche ältere Bläser ihre Instrumente in jüngere Hände. Darunter war auch Johann Hufnagel. Somit war der Chor ohne festen Chorleiter, was den Chor mehr und mehr in eine Krise manövrierte.

1968 übernahm dann schließlich Andreas Hufnagel die Chorleitung. Der Chor wuchs auf 36 aktive Mitglieder vor allem durch viele junge Bläser, worunter sich auch die ersten Mädchen befanden. Viele neue Instrumente wurden angeschafft. Bernhard Hufnagel und Hans Sichermann unterstützen beim Taktstock und als Manager des Chores. Der Chorklang aus den Gründerjahren war durch das Choralblasen im Sinne von Johannes Kuhlo mit der Horninstrumentierung auf eine Vokalimitation angelegt. Zunehmend wurden nun Flügelhörner durch Trompeten sowie Tenorhörner durch Posaunen ersetzt und das Erscheinen und die Auswahl neuer Bläserliteratur trug der veränderten Instrumentierung Rechnung.

1975 feierte der Chor in größerem Rahmen sein 50-jähriges, 1985 sein 60-jähriges und 2000 sein 75-jähriges Bestehen.

Im Jahre 2002 hat Andreas Hufnagel, der wesentlich die Geschichte des Chores geprägt hat, sein Amt als Chorleiter an Werner Gehring abgegeben. Durch die Nachwuchsschulungen hat der Posaunenchor Meinhardswinden immer jugendlichen Nachwuchs, der zudem auch mehrere Elternteile zum Blasen angeregt hat. Heute zählt der Chor stolze 29 Bläser und 7 Jungbläser.

Das Repertoire wurde erneut erweitert mit frischer Literatur, moderner „pop“-ulär angelegter Musik. Der Bogen spannt sich heute weit von Chorälen über Renaissance, Barock, Romantik, bis hin zu neuen Arrangements. Viele zeitgenössische Kirchenmusiker, Komponisten und Arrangeure setzen immer neue Akzente und schreiben speziell für unsere Posaunenchöre.

 

Mein herzlicher Dank gilt dem Leiter des Posaunenchores, Werner Gehring, für seine engagierte Arbeit und seine liebenswerte Art. Gerade durch seine bemerkenswerte Begeisterungsfähigkeit für die Musik mit unseren Instrumenten können sich die Chormitglieder stets aufs Neue motivieren. „Gott loben, das ist unser Amt“ und wir tun dies aktuell mit viel Freude in guter Gemeinschaft und unter Gottes reichen Segen.

Herzlichen Dank auch an alle Bläserinnen und Bläser, ohne die der Posaunenchor nicht existieren würde und ohne die die strahlend fröhliche Verkündigung des Wort Gottes nicht möglich wäre. Ein Dirigent allein klingt ziemlich dünn :-)